Zum Schutz vor einem Interviewer trägt Kurt Hustle auf dem MTV HipHop Open 2008 die Brille von Ron Foto (”Der Mann aus Männern”) – ordentlich! Ron Foto selbst trägt ein Leiberl von seen – schön!
Wenn man nicht gerade zu den wenigen glücklichen Personen zählt, die auf dem Münchner Oktoberfest Zutritt zur V.I.P.-Booth des Zokko-Stammtischs, in der traditionell – neben einer Instant-Brustvergrößerungs-Maschine für die weibliche Begleitung im Dirndl – auch eine großzügig bestückte Kleidungs-/Waffenschrank-Kombination mit “Mystic Beer Hustler” oder “Don´t mess with Bayern”-Shirts steht, haben, tut man sich nicht gerade leicht, gut auszusehen auf der Wiesn.
Da nächste Woche wieder der Startschuss für die mehrwöchige Massn-Madness fällt, wollte ich für alle, die nicht zur Bande gehören, mal zwei nur semi-peinliche potentielle Kleidungsstücke für einen angemessenen Auftritt auf dem Ausnahme-Event vorstellen: die “Octoberfest Phonetic”-Shirts und den Nike Airmax “Oktoberfest Edition”. Gesehen auf www.octobershirts.com bzw. im Sneaker Blog.
Nachdem es dank Myspace, Hi5, Facebook, Lokalisten, StudiVZ etc. inzwischen normal ist, dass Menschen, die in echt oft gar nicht im Besitz eines solchen sind, sich zumindest im Internetz ein Profil zulegen, und man sich an den crossmedialen Smalltalk über lange Schwänze mit hoher Potenz gewohnt hat, bin ich heute ganz unten über eine neue soziale Plattform gestoßen, die – dank Link in die Welt von iPhones, Razrs und sonstigen telefonietauglichen Gadgets – ganz vorn ist.
Sie nennt sich Dropmobile und erlaubt es “weltweit anerkannten” Künstlern virtuelle Steckbriefe anzulegen, zu denen ein mit Fotos, Bildern, Audio- und Videoclips befüllbarer Datencontainer gehört. Soweit – bis auf das etwas schwammig formulierte, exklusive Benutzer-Kompatibilitäts-Kriterium – nix besonderes. Das wirklich coole an Dropmobile ist aber, dass die Artists, die am Türsteher vorbeigekommen sind, ihren Content kostenlos Freunden aufs Handy pushen oder diese sich die Displaytapeten und Minibildschirmschoner selbst von DM pullen können (in welchem Fall der Urheberrechtshalter dann sogar vergütet wird) .
Das ist gut und da macht es auch nix, dass die in der “About Us”-Sektion gemachten Ansagen ein bisschen arg nach real-keepen klingen.
Street art criticism or pure hatred? Ok, das jetzt oder garnix…
Auch wenn fast jede mir bekannte Art der sogenannten Street-Art zugleich auch dem brutalen Vandalismus (Gewalt gegen Dinge) zuzuordnen ist, gibt es auch diverse Werke die den Bereich der pubertären Selbstbehauptung (Thomas Christ) verlassen haben und durch Inhalt, Konzept oder Gestaltung jetzt eben Kunst sein dürfen, sollen, müssen…
Just-in-time liefern seen die Uniform fürs Fest. Garantiert christbaumkugelsicher.
Fehlsichtige erkennen im Aufdruck das Logo der bis 1996 existierenden NBA-Mannschaft Washington Bullets, bei denen auch mal der berühmte Golfer Michael Jordon gepitcht hat.
Eine Offenbahrung für ABC-Shützen: “Bullet!” ersetzt das mittlerweile etwas veraltete “Booyakka” und ist das jamaikanische Equivalent zum “Pow” des Grime oder “Brrrap” des US-HipHop.
Warum sagen deutsche Rapper eigentlich nicht mal “Peng, Peng!”?
NIcht zu verwechseln übrigens mit dem phonetisch ähnlichen “Pull it” (auch “Puuuuuuuuuuuuuuhl-Uuuuuuuuuuhhp!”), das man jetzt statt “Rewind” sagt.
Experten meinen:
Wenn Ihr euch das Teil auf den Körper schichten wollt, dann steckt den Hansabschneidern von seen 28 Eurohunnen in die Eichen und sie cremen es aus Kingston, JA direkt auf eure vollgespeichelten Bodys.
Wie auf dem Bild zu sehen ist, ersetzt das Bullet durch den locker Schnitt in XXXX(rated)L in manchen Vierteln bereits die Nationalflagge. Catch-Up Germany, zurückschiessen erwünscht. Friendly-Fire geht immer.
Nein, ich will Euch nicht daran erinnern, dass Sido´s Buch seit heute – für ganz schnelle handsigniert – bei Schwarzkopf und Schwarzkopf erhältlich ist.
Und nein, ich will Euch nicht erzählen, dass ich in der Highsnobiety war und gelesen hab, dass Firmament vom 23. bis zum 25. November zum inzwischen zweiten Mal zu teure aber geile Kleidung in München bei Soda vercheckt.
Ich will Euch nur sagen, dass ihr – solang bis Basslaster wieder auf Sendung geht – unbedingt den Mad Decent Podcast von Diplo austesten müsst. Ich hab mir grad die Folgen 10, 6 und 7 geladen und bin schwer begeistert. Der Hollertronik mischt sich in bis dato insgesamt zehn Ausgaben von Baltimore über Paris in die Bronx und schaut zwischendurch in New Orleans und den Favelas vorbei.
Ich bin kein Gangster, kein Killer, ich bin kein Di-Di-Dieb
Ich muss ja ehrlich zugeben, ich warte auf den ersten Dezember mehr als auf den 24. Warum? Naja, da kommt das neue Album von Deutschland´s derzeit unterhaltsamsten MC neben Ron Foto: Sido.
Ein Magentratzerl zum “Maske”-Nachfolger ist die erste Single “Straßenjunge” (Release: 24.11.).
Der Clip dazu lief letzten Freitag zum ersten Mal auf MTV und schaut aus, wie ein HipHop-Video 2006 halt so ausschaut: Kampfhunde, Kapuzenpullis, Kohle und Keulen inklusive. Insgesamt aber gewohnt gut gemacht von den Berlinern.
Überhaupt scheinen Specter und Kollegen vermehrt Wert auf Bewegtbild zu legen: dafür spricht nicht nur die stets zunehmende Qualität der Aggro-Videos – auch die Releases einiger DVDs und der Ausbau der Web-Fernseh-Plattform Aggro TV sind wohl nur ein Vorbote für das, was das Label-Hirn in einem Backspin-Interview Mitte des Jahres angekündigt hat: ein Film aus dem Haus mit dem Sägeblatt.
Bis der gedreht ist, kann man schon mal das erste aggrosive Buch testen: es heißt “Ich will mein Lied zurück” und wurde von Marcel Feige verfasst, der Sido ein halbes Jahr lang begleitet und diese Zeit nun in Zeilenform gebracht hat.